- Projektnummer: F 2573
- Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
- Status: Abgeschlossenes Projekt
Projektbeschreibung:
Künstliche Intelligenz (KI) gilt als Schlüsseltechnologie des digitalen Wandels und prägt bereits heute Arbeitsprozesse, Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen. Vor diesem Hintergrund wurde die zweite Erhebung "Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung" (DiWaBe 2.0) 2024 als Kooperationsprojekt von BAuA, ZEW, lAB und BIBB durchgeführt. Ziel war es, aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung und insbesondere die Verbreitung und Auswirkungen von Kl in der Arbeitswelt empirisch zu erfassen.
Aufbauend auf der ersten DiWaBe-Erhebung aus 2019 wurden Fragen aus zentralen Inhaltsmodulen erneut gestellt, um zeitliche Entwicklungen vergleichend analysieren zu können. Zugleich wurden neue Themenfelder wie Kl-basierte Systeme, virtuelle Zusammenarbeit und Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes im Arbeitsalltag berücksichtigt werden, integriert. Zwischen Juli und Dezember 2024 wurden rund 9.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Mixed-Mode-Design (computergestützte Online-Befragung / computergestützte Telefoninterviews) befragt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Kl 2024 seinen Weg in die Arbeitswelt gefunden hat: 62,1 % der Beschäftigten nutzen Kl-Anwendungen, rund 30,4 % intensiviert. Die Nutzung erfolgt häufig informell, d. h. ohne formale Einführung durch den Betrieb. Zugleich variiert der Einsatz deutlich nach Qualifikation und Beruf und ist vor allem in wissensintensiven Tätigkeitsfeldern verbreitet. Eine intensivierte Kl-Nutzung geht mit komplexeren kognitiven Anforderungen sowie höherer Autonomie einher, wird jedoch auch mit gesteigerter Arbeitsintensität und Informationslast verbunden.
Die im Projekt geschaffene Datenbasis wird in weiteren Forschungsvorhaben vertieft ausgewertet und bildet eine Grundlage für wissenschaftliche Analysen zur Digitalisierung und Kl-Nutzung in der Arbeitswelt.