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Schritt für Schritt

Substitutionsprozess

Gehen Sie systematisch vor um Informationen einzuholen, zu bewerten und für die Umsetzung einer Alternative zu nutzen.

1. Definition des Problems

Beschreiben Sie sowohl die gefährlichen als auch die nützlichen Eigenschaften des zu substituierenden Stoffs. Fragen Sie Ihre Lieferanten und/oder nutzen Sie verlässliche Quellen zur Überprüfung von gefährlichen Eigenschaften. Beschreiben Sie die Funktion des Stoffs und die notwendigen Bedingungen, unter denen die gewünschten Ergebnisse erzielt werden: Betriebsparameter (pH, Temperatur, etc.), Quantität, Betriebsmittel. Eine Substitution könnte auch einschließen, einige davon zu ändern. Priorisieren Sie Substitution unter Berücksichtigung geltender Rechtsbestimmungen, der Politik ihres Unternehmens sowie Ihrer Kunden.

Siehe Hilfen für den Substitutionsprozess – Identifizierung von gefährlichen Eigenschaften

2. Festlegung von Substitutionskriterien

Legen Sie Kriterien fest, um Alternativen auszuschließen, die nicht sicherer oder nicht sicher genug sind. Wenn Sie Kriterien etablieren, überprüfen Sie, welche Substanzen vom Gesetzgeber oder Unternehmen auf prioritären oder schwarzen Listen geführt werden. Zusätzlich können Sie prüfen, welche der von Ihnen identifizierten Gefährdungen von anderen für die Definition besorgniserregender Stoffe verwendet wurden.

Siehe Datenbank eingeschränkter und prioritärer Stoffe

3. Suche nach Alternativen

Suchen Sie im Internet, wenden Sie sich an Behörden, Berufsverbände, NGOs oder Gewerkschaften. Suchen Sie zunächst nach bereits ausgearbeiteten und umgesetzten Alternativen. Dies könnte die Innovationskosten und -risiken verringern. Ebenso können Sie Ihren Lieferanten bitten, eine sicherere Alternative zu formulieren. Suchen Sie jedoch zuerst innerhalb Ihres Unternehmens nach einer Lösung.

Siehe Datenbank Fallbeispiele

4. Analyse und Vergleich von Alternativen

Bewerten Sie alle Alternativen nach derselben Methode/mit demselben Instrument, um Vergleichbarkeit herzustellen. Beachten Sie die unter Punkt 2 festgelegten Kriterien zu Gefährdungen. Analysieren Sie die Kosten (Können Sie es sich leisten?) und das Verhältnis zum erwarteten Nutzen. Eine Lösung, die alle Risiken reduziert, ist eine ideale Alternative. Demgegenüber sind die meisten Lösungen zur Minderung einiger aber nicht aller Risiken geeignet. Wählen Sie die Alternative, die sicherer und praktikabel ist und zur Art und Größe Ihres Problems passt.

Siehe Bewertungsmethoden & Instrumente

5. Pilotversuche

Testen Sie die Substitution zunächst in einem kleineren Pilotmaßstab. Planen Sie die notwendigen technologischen und organisatorischen Änderungen. Führen Sie eine vorläufige Bewertung der Risiken nach einer passenden Methode durch. Beurteilen Sie Auswirkungen der Substitution im Hinblick auf die Leistungsanforderungen, die Arbeitnehmer, die Umwelt oder die Verbraucher. Beachten Sie besonders mögliche Verlagerungen von Risiken und notwendige Schutzmaßnahmen. Befragen Sie Ihre Mitarbeiter.

Siehe Hilfen für den Substitutionsprozess – Expositions- und Risikobeurteilung

6. Umsetzung und Verbesserung

Bedenken Sie, welche weiteren Maßnahmen im Falle einer Umsetzung der Substitution mit voller Kapazität benötigt würden. Informieren Sie Ihre Lieferkette sowie nachgeschaltete Anwender. Holen Sie umfangreiches Feedback von Ihren Mitarbeitern und Kunden ein. Benennen Sie Punkte mit Verbesserungspotenzial. Werben Sie mit Ihren Leistungen.

Siehe Hilfen für den Substitutionsprozess – Management

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