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Glossar

Deutschsprachiges Glossar

Nachgeschalteter Anwender (Downstream user)

Anwender eines chemischen Produktes (Stoff oder Gemisch. Dies kann ein Formulierer oder ein Erzeugnishersteller sein.

NOAEL

No Observed Adverse Effect Level. Höchste Dosis oder Konzentration im Test, bei der kein statistisch relevanter Anstieg der Häufigkeit oder der Schwere schädlicher Wirkungen in der exponierten Population im Vergleich zu einer Kontrollgruppe beobachtet wird.

NOEC

No Observed Effect Concentration. Höchste Konzentration im Test, bei der keine signifikante Wirkung in der exponierten Population im Vergleich zu einer Kontrollgruppe beobachtet wird.

NOEL

No Observed Effect Level. Höchste Dosis oder Konzentration im Test, bei der keine statistisch relevante Wirkung in der exponierten Population im Vergleich zu einer Kontrollgruppe beobachtet wird.

Organische Halogenverbindungen

Organische Verbindungen, die halogeniert sind, also die Elemente Fluor, Chlor, Brom und/oder Iod enthalten.

PBT--Persistent, Bioakkumulierbar, Toxisch

Stoffe, die persistent, bioakkumulierbar und toxisch sind, d.h. die nicht schnell in der Umwelt abgebaut werden, sich in der Umwelt und in Organismen anreichern, z.B. im Fettgewebe von Säugetieren und die ein Potenzial haben, schwerwiegende und irreversible Langzeitschäden zu verursachen. Diese Stoffe gehören zur Gruppe der Stoffe, die besonders Besorgniserregend sind.

Persistent

Ein persistenter Stoff wird nicht leicht in der Umwelt oder im Menschen abgebaut. Das heißt, dass er eine lange Zeit nach seiner Herstellung noch existiert.

Phase-in-Stoff

Stoff, der mindestens eins der folgenden Kriterien erfüllt: a) er ist im EINECS gelistet b) er wurde in der EU oder in den EU-Beitrittsstaaten (bis 2004) hergestellt aber 15 Jahre vor Inkrafttreten von REACH nicht in der EU Inverkehr gebracht c) er wurde in der EU oder den Beitrittsstaaten (bis 2004) 15 Jahre vor Inkrafttreten von REACH Inverkehr gebracht und als Neustoff gemäß Richtlinie 67/548/EEC notifiziert, erfüllt aber nicht die Definition eines Polymers.

PNEC

vorhergesagte Konzentration eines Stoffes, bei der keine schädlichen Wirkungen auf die Umwelt erwartet werden.

POP

Persistent Organic Pollutant – Persistenter Organischer Schadstoff. POPs sind organische Stoffe, die über eine lange Zeit in der Umwelt verbleiben. Sie werden global durch die Stockholm Konvention reguliert.

POPRC

Persistent Organic Pollutants Review Committee, Ausschuss der Vertragsstaaten der Stockholm Konvention.

REACH

Verordnung über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Die EU-Chemikalienverordnung trat in 2007 in Kraft.

Reproduktionstoxisch

Fortpflanzungsgefährdend. Ein Stoff, der reproduktionstoxisch ist kann die Fortpflanzungsfähigkeit einschränken oder fruchtschädigend wirken, also irreversible Schäden am ungeborenen Leben verursachen.

Richtlinie

Gesetzgeberisches Instrument der Europäischen Union, das die Mitgliedsstaaten verpflichtet bestimmte Ziele zu erreichen, ohne festzulegen auf welche Art und Weise dies erfolgen sollte.

Risiko

Im Chemikalienrecht ist ein Risiko die Kombination aus der „Gefährlichkeit” eines Stoffes mit der “Expositionshöhe”, der die Umwelt oder der Mensch ausgesetzt sind. (Siehe auch Gefährlichkeit und Exposition). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird „Risiko“ als Kombination der Schwere eines Effekts und der Wahrscheinlichkeit seines Eintretens verwendet.

RoHS

EU Richtlinie 2002/95/EC über die Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten. Sie trat 2006 in Kraft und beschränkt 6 Stoffe und Stoffgruppen in diesen Geräten.

Safe-and-sustainable-by-design (SSbD)

In der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit der EU-Kommission (veröffentlicht am 14. Oktober 2020) wird dieser Begriff verwendet, um das bestehende Konzept „safe-by-design“ um Betrachtungen zur Nachhaltigkeit zu ergänzen. Die genauen Kriterien dieses Konzeptes für „safe“ und „sustainable“ werden derzeit mit Experten, Interessenvertretern und Behörden in der EU diskutiert und entwickelt.

Safe(r)-by-design (SbD)

Safe-by-design (SbD)“ bezieht sich auf die vorausschauende Analyse von Stoffen, Materialien, Prozessen und Produkten während des gesamten F&E- und Innovation-Prozesses (z.B. durch Technikfolgenabschätzung/Risikobewertung). Ziel ist die Vermeidung und Prävention von Gefährdungen für Mensch und Umwelt durch spezifische Risikomanagementmaßnahmen (integrierte Sicherheit engl. built-in safety). Eine Erweiterung des Konzepts ist „safer-by-design“, welches anerkennt, dass eine absolute Sicherheit durch das Design allein nicht immer erreichbar ist. Weitere Maßnahmen (z.B. entsprechend den Grundmaßnahmen und der Maßnahmenhierarchie im Arbeitsschutz (T - technische Maßnahmen, O - organisatorische Maßnahmen, P - persönliche Schutzausrüstung)) können notwendig sein, um eine Anwendungssicherheit zu gewährleisten.

SAICM

Strategic Approach to International Chemicals Management. Die strategische Herangehensweise an das internationale Management von Chemikalien wurde 2006 angenommen. Sie bildet einen Rahmen für globale Aktivitäten zu chemischen Gefahren und ermöglicht es Regierungen und anderen Stakeholdern effektiver in der Minderung chemischer Risiken zusammen zu arbeiten.

Schwellendosis

Dosis, die eine vorhergesagte Veränderung der Antwort bewirkt. Das Konzept der Schwellendosis (benchmark dosis – BMD) verwendet mathematische Modellrechnungen zur Ermittlung einer Dosis-Wirkungsbeziehung.

Stoff

Ein Stoff wird eindeutig durch die Nummer des Chemical Abstract Service (CAS) oder der Europäischen Gemeinschaft (EG) EU – Nummer identifiziert.

Subsidiaritätsprinzip

Allgemeiner Sinn und Zweck des Subsidiaritätsprinzips ist es, einer untergeordneten Behörde gegenüber einer ihr übergeordneten Behörde, insbesondere einer lokalen Behörde gegenüber der Zentralgewalt, ein bestimmtes Maß an Unabhängigkeit zu sichern. Es geht also um die Aufteilung von Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Machtebenen; dieser Grundsatz bildet die institutionelle Grundlage von Staaten mit föderaler Struktur.

Im Rahmen der EU dient das Subsidiaritätsprinzip als Maßgabe zur Regelung der Ausübung der nicht ausschließlichen Zuständigkeiten der Union. Es schließt ein Tätigwerden der Union aus, wenn eine Angelegenheit auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene wirksam durch die Mitgliedstaaten selbst geregelt werden kann. Es ermächtigt die Union, ihre Befugnisse nur dann auszuüben, wenn die Ziele einer in Betracht gezogenen Maßnahme von den Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden können und die Maßnahme auf der Ebene der Union zu einem Mehrwert führen kann.

Definition des europäischen Parlaments

SVHC

Substances of Very High Concern, siehe besonders Besorgniserregende Stoffe.

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