Biologisch abbaubare Pflanztöpfe

Number

203-DE

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Process

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Product category

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Application

Pflanztöpfe

Abstract

Pflanzen und Sämlinge werden hauptsächlich in Kunststofftöpfen oder Containern auf Erdölbasis kultiviert oder verpflanzt. Die Verwendung von biologisch nicht abbaubaren Kunststofftöpfen verursacht eine Menge Plastikmüll und damit auch ein Abfallproblem. Verschiedene Hersteller bieten inzwischen biologisch abbaubare Pflanztöpfe an, die zum Beispiel aus Reisspelzen, Getreidefasern und Baumharzen bestehen. Die Gärtnerei der Stadt Freudenstadt verwendet seit 2012 mit Erfolg biologisch abbaubare Pflanztöpfe.

Substituted substances

Polyethylene, PE

CAS No. 9002-88-4 EC No. Index No.

Chemical group

Thermoplastische Polymere

Polypropylene

CAS No. 9003-07-0 EC No. Index No.

Chemical group

Polymere

Reliability of information

Evidence of implementation: there is evidence that the solution was implemented and in use at time of publication

Reason substitution

vPvB

Other type of alternative

Heimische Getreidespelze und Miscanthus kombiniert mit natürlichen Baumharzen als Bindemittel.

Hazard Assessment

Zu substituierende Stoffe; Plastiktöpfe sind aus verschiedenen Plastikarten hergestellt, wie Polypropylen oder Polyethylen. Diese Stoffe sind im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA nicht harmonisiert eingestuft. Allerdings sind die Pflanztöpfe nicht biologisch abbaubar und verursachen ein Abfallproblem. Alternative Stoffe: Die Pflanztöpfe bestehen aus heimischen Getreidespelzen und natürlichen Baumharzen. Beide Substanzen sind nicht in der Datenbank der nach SUBSPORTplus gefährlichen Stoffe (SDSC) enthalten. Die Pflanztöpfe sind zu 100% biologisch abbaubar.

Description of Substitution

In England werden jährlich mehr als 500 Millionen Pflanztöpfe aus Kunststoff hergestellt und verwendet, wodurch eine sehr große Menge Plastikmüll produziert wird. Bio-Pflanztöpfe werden aus Naturmaterialien und nicht aus erdölbasierten Kunststoffen hergestellt, sie sind zu 100% kompostierbar. Die Töpfe werden zusammen mit den Pflanzen in den Boden gesetzt und verbleiben in der Erde. Die Pflanzenwurzeln wachsen durch die Topfwand, während sich der Topf in der Erde zersetzt. Die Stabilität und die Verwendbarkeit von Biotöpfen in einer Topfmaschine sind für die Arbeit der Gärtner besonders wichtig. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) untersuchte verschiedene biologisch abbaubare Pflanz- und Blumentöpfe auf ihre Verwendbarkeit. Die Untersuchungen machten deutlich, dass die Töpfe je nach Art und Material unterschiedliche Eigenschaften (Stabilität, Grad der Kompostierbarkeit, Verwendbarkeit in einer Topfmaschine, Qualität der Pflanzen) aufwiesen. Der NaturePot wurde mit 22 verschiedenen Pelargonien Sorten mit einer Gesamtzahl von 220 Pflanzen getestet. Die Pflanzen wurden mit einer Topfmaschine gepflanzt. Es traten keine Probleme auf, und auch die Stabilität der Töpfe war gut. Während der Kultur trat kein Pilzbefall der Wurzeln auf. Die Pflanzen wuchsen in diesen Töpfen genauso gut wie in Plastiktöpfen. Die Gärtnerei der Stadt Freudenstadt entschied 2010 den Einsatz von biologisch abbaubaren Pflanztöpfen. Die Umstellung auf NaturePots erforderte einige Überzeugungsarbeit in der Gemeinde, da diese Töpfe um ein Vielfaches teurer sind als die herkömmlichen Plastiktöpfe. Leider waren auch nicht alle notwendigen Topfgrößen lieferbar, so dass die Gärtnerei nicht die komplette Produktion auf biologisch abbaubare Pflanztöpfe umstellen konnte. Seit 2012 ersetzt die Gärtnerei einen großen Teil ihrer Pflanztöpfe durch NaturePots. Die Gärtnerei der Stadt Freudenstadt hat mit den Biotöpfen bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Topfmaschine kann auch mit den Biotöpfen ohne Probleme eingesetzt werden, wenn sie optimal eingestellt ist. Ein besonderer Vorteil der Biotöpfe ist die Einsparung von Arbeitszeit, da das Austopfen und Säubern der Töpfe entfallen. Außerdem werden die empfindlichen Pflanzenwurzeln beim Auspflanzen geschont.

Case/substitution evaluation

Biotöpfe werden aus Naturmaterialien hergestellt und sind zu 100% kompostierbar. Das Ausgangsmaterial enthält Naturfasern, die im Wesentlichen von lokalen bzw. regionalen Produzenten stammen. Damit werden auch die Transportwege möglichst geringgehalten. Die Ausgangsprodukte sind nicht für die Lebensmittel- oder Tierfutterherstellung gedacht und geeignet und konkurrieren damit nicht mit Nahrungsmitteln.Die Pflanzentöpfe sind für Pflanzenmaschinen geeignet. Es gibt keine Unterschiede in der Verwendbarkeit, Qualität und im Wachstum der Pflanzen von konventionellen Plastiktöpfen. In diesem Fallbeispiel wurde ein großes Umweltproblem, hervorgerufen durch nicht biologisch abbaubare Pflanztöpfe, durch natürlich Abbaubare gelöst.

Enterprise using the alternative

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.freudenstadt-stadt-setzt-auf-bio-pflanztoepfe.c0cd8530-45d9-4b19-a435-c48d0ecb0b6b.html

Availability ofAlternative

Die Alternative ist im Handel erhältlich

Producer/Provider

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.freudenstadt-stadt-setzt-auf-bio-pflanztoepfe.c0cd8530-45d9-4b19-a435-c48d0ecb0b6b.html

Type of information supplier

Research

Other solutions

Plant pots made from: coconut fibre, wood or peat Terracotta ceramic plant pots plant pots made from bioplastic

Further information

Bayrische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Biologisch abbaubare Töpfe, die bisher an der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) getestet wurden, 2009. Overview of biodegradable plant pots (in German) tested by the Bavarian State Institute for Viticulture and Horticulture (LWG). Available in German here Harun, R. Maguire T., Ellis, C., Sustainable  technologies in horticulture at Greenmount Campus. The Green Challenge - "Sustainability in Horticulture", Conference, Febraury 2009, p. 6. Available here

Date, reviewed

November 26, 2021