Ein neuer einspritzbarer Mörtel/chemischer Anker für Bauprojekte.

Number

190-DE

Section

General Section

Use

Sector

Building and construction work
Manufacture of other non-metallic mineral products, e.g. plasters, cement

Function

Adhesion promotor

Process

Handling of solid inorganic substances at ambient temperature

Product category

Fillers, putties, plasters, modelling clay

Application

Mörtel

Abstract

Einspritzbarer Mörtel wird verwendet, um Betonbauteile zu verbinden, zum Beispiel beim Bau von Gebäuden. Konventionelle Produkte enthalten allergene Stoffe und ihre Handhabung erfordert eine spezielle Ausbildung. Außerdem muss das Material als Gefahrenabfall entsorgt werden. Den Ansprüchen eines Skansa-Kunden folgend, entwickelte der Lieferant ein neues Produkt, indem auf einen der Gefahrstoffe verzichtet und die erforderliche Menge eines anderen erheblich reduziert wurde. Darüber hinaus sind für die Anwendung des neuen Produktes keine speziellen Sicherheitsmaßnahmen notwendig.

Substituted substances

Hydroxypropyl methacrylate

CAS No. 27813-02-1 EC No. 248-666-3 Index No.

Chemical group

Carbonsäureester; Alkohole

Benzoyl peroxide

CAS No. 94-36-0 EC No. 202-327-6 Index No. 617-008-00-0

Chemical group

Peroxide

Classification: hazard statements

H241 Heating may cause a fire or explosion
H319 Causes serious eye irritation
H317 May cause an allergic skin reaction

Alternative Substances

Polyethyleneglycol dimethacrylate

CAS No. 25852-47-5 EC No. Index No.

Chemical group

Polymere; Glykolester

Reliability of information

Evidence of implementation: there is evidence that the solution was implemented and in use at time of publication

Reason substitution

skin/respiratory sensitizing

Hazard Assessment

Zu substituierende Stoffe: Hydroxypropylmethacrylat kann gemäß Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Verordnung) eine allergische Hautreaktion hervorrufen. Es erfüllt die Kriterien für die Aufnahme in die Stoffdatenbank gemäß den SUBSPORTplus-Screening-Kriterien (SDSC). Benzoylperoxid kann gemäß Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Verordnung) eine allergische Hautreaktion hervorrufen. Es erfüllt die Kriterien für die Aufnahme in die Stoffdatenbank gemäß den SUBSPORTplus-Screening-Kriterien (SDSC). Alternativer Stoff: Der alternative Stoff Polyethylenglykoldimethacrylat ist nicht in der SUBSPORTplus-Datenbank aufgeführt und hat keine harmonisierte Einstufung gemäß Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Verordnung). Hydroxypropylmethacrylat wurde aus dem Alternativprodukt entfernt. Benzoylperoxid ist nicht vollständig aus dem alternativen, neu entwickelten Produkt entfernt worden, aber es wurde auf unter 1% reduziert, im Vergleich zu den üblichen Konzentrationen von 5-10%.

Description of Substitution

Unser Kunde, Stockholm County Council, hat die Auflage erlassen, dass die Verwendung von gefährlichen Materialien beim Bau eines neuen Krankenhauses reduziert werden sollte. Dies ergänzt sich mit Skanska's "Green Business" Ziel, Gebäude zukunftssicher zu machen. Der einspritzbare Mörtel wird verwendet, um Betonteile zu verbinden. Für konventionelle Produkte würde man spezielle Schulungen und spezielle Maßnahmen benötigen, um allergische Reaktionen zu verhindern, da es ein hitzehärtendes Harz ist. Der Lieferant, Hilti, stellte ein neues Produkt vor, das 2010 entwickelt wurde, um den Ansprüchen von BASTA, einem Non-Profit-Unternehmen, das sich in gemeinschaftlichem Eigentum von IVL (Schwedisches Umweltforschungsinstitut und der Schwedischen Bauunion) befindet. Dies war eine der ersten Gelegenheiten, es bei einem Bauprojekt einzusetzen. Das Anliegen von BASTA ist es, den Prozess des Ausschlusses von Gefahrenstoffen aus Baustoffen zu beschleunigen. Hilti entwickelte das alternative Produkt zum Verbinden von Betonteilen, welches weniger Allergene enthält. Die antreibenden Kräfte waren für Skanska die Anforderungen des Kunden und das eigene Green Business, das ökologische Lösungen für den zukunftssicheren Bau anstrebt. Hilti bot Skanska die Möglichkeit an, in einer Partnerschaft zusammen zu arbeiten, um das Produkt auf einer Baustelle anwenden zu können und weiter zu entwickeln. Die üblicherweise für diesen Zweck verwendeten Stoffe würden eine spezielle Ausbildung verlangen, da es sich um einen sogenannten thermisch abbindendes Harz handelt (wärmehärtender Kunststoff), außerdem sind besondere Gesundheitsuntersuchungen vor und nach der Arbeit mit dem Stoff sowie Monitoring nötig. Der Lieferant bot bei der Markteinführung des neuen Produkts Trainingseinheiten an, während derer Bedenken aufkamen, dass das Produkt nicht bei Temperaturen unter -5°C verwendet werden sollte. Aber es gab die Möglichkeit, das Produkt zu erwärmen, wenn es zu kalt würde. Der Bau wurde zum Teil in kalten Wetterlagen ausgeführt, und es erforderte die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten, um Arbeitsmethoden und Lösungen auszuarbeiten, um das Produkt in solchen Situationen verwendbar zu machen. Bewertung des Falls/der Substitution Erkannte Unterschiede zwischen den beiden Produkten:

Hilti Hit CT-1 (neues Produkt) Hilti Hit HY-150
Gebrauchstemperatur: -5°C- +40 °C Gebrauchstemperatur: -10°C- +40 °C
Lagertemperatur: +5 °C - +40 °C Lagertemperatur: +5 °C - +40 °C
Kein wärmehärtender Kunststoff Wärmehärtender Kunststoff:
Könnte allergen sein a) Erweiterte PSA
Müllverbrennung möglich b) Medizinische Untersuchung der Arbeiter erforderlich
c) Einfluss auf die Gesundheit
Giftmüll

Außerdem unterscheiden sich die Bearbeitungs- und Härtezeiten, wobei das neue Material in beiden Fällen weniger Zeit benötigt. Diese Erfahrung spiegelt eine Kooperation zur Substitution eines Gefahrstoffes innerhalb der Lieferketten wider. Wir verfügen über noch keine vollständige Liste der Inhaltsstoffe für das neue Produkt und können hier keine umfassende Gefahrenbewertung vornehmen. Das Produkt entspricht aber den Kriterien der BASTA-Datenbank, die eine Substitutionsdatenbank für Baumaterialien ist.

Case/substitution evaluation

Dies ist ein interessanter Fall, in dem eine Zusammenarbeit in der Lieferkette zur Substitution von Gefahrstoffen beschrieben wird. SUBSPORTplus ist die Zusammensetzung des alternativen Materials nicht vollständig bekannt und kann daher keine umfassende Beurteilung der Gefährdungen vornehmen. Aber der offengelegte alternative Stoff Polyethylenglykoldimethacrylat entspricht den SUBSPORTplus-Kriterien. Benzoylperoxid ist allerdings in der Datenbank der nach SUBSPORTplus-Kriterien (SDSC) gefährlichen Stoffe enthalten. Dieser Stoff wurde nicht vollständig aus dem Produkt entfernt. Da jedoch ein Gefahrstoff ersetzt und ein anderer reduziert wurde, ist das alternative Produkt zu bevorzugen. Das Alternativprodukt entspricht den Kriterien der BASTA-Datenbank, die eine Datenbank für die Substitution von Baumaterialien ist. Demnach sollte weiter an der vollständigen Substitution dieses Stoffes geforscht werden.

State of implementation

Full capacity

Date and place of implementation

2011, Schweden

Enterprise using the alternative

Skanska

Availability ofAlternative

Im Handel erhältlich

Producer/Provider

Hilti

Type of information supplier

User

Contact

Skanska

Further information

Hilti: Chemische Dübel https://www.hilti.de/c/CLS_FASTENER_7135/CLS_INJECTABLE_ADHESIVE_ANCHORS_7135">https://www.hilti.de/c/CLS_FASTENER_7135/CLS_INJECTABLE_ADHESIVE_ANCHORS_7135">https://www.hilti.de/c/CLS_FASTENER_7135/CLS_INJECTABLE_ADHESIVE_ANCHORS_7135 Hilti: HIT-CT 1 https://www.hilti.de/c/CLS_FASTENER_7135/CLS_INJECTABLE_ADHESIVE_ANCHORS_7135/r4835">https://www.hilti.de/c/CLS_FASTENER_7135/CLS_INJECTABLE_ADHESIVE_ANCHORS_7135/r4835">https://www.hilti.de/c/CLS_FASTENER_7135/CLS_INJECTABLE_ADHESIVE_ANCHORS_7135/r4835 Link zu BASTA,">http://www.bastaonline.se">BASTA, Substitutionsdatenbank für Baumaterialien.

Date, reviewed

November 26, 2021