Number
063-DE
Section
General Section
Use
Sector
Other
Function
Reducing agent
Process
Other
Product category
Cosmetics, personal care products
other
Application
Mittel für Dauerwellen
Abstract
Der Verkehrsbetrieb der Madrider U-Bahn (Metro) beschloss, die regulären Kunststofffarben, die Titanadioxid, Xylol und Toluol enthalten, durch mineralische Farben zu ersetzen, die auf Bariumsulfat, Quarz und Glimmer basieren. Diese stellen keinerlei Gesundheits- oder Umweltgefahr dar und erfordern weniger häufig Instandhaltungsarbeiten.
Substituted substances
Titanium dioxide
CAS No. 13463-67-7 EC No. 236-675-5 Index No.
Chemical group
Titanverbindungen; Metalloxide
Classification: hazard statements
H351 Suspected of causing cancer
Other adverse effects
Der Stoff ist: ein 2B Karzinogen (IARC); wie der Datenbank der nach SUBSPORT-Kriterien gefährlichen Stoffe zu entnehmen ist.
Xylene
CAS No. 1330-20-7 EC No. 215-535-7 Index No. 601-022-00-9
Chemical group
Aromatische Kohlenwasserstoffe
Classification: hazard statements
H226 Flammable liquid and vapour
H332 Harmful if inhaled
H312 Harmful in contact with skin
H315 Causes skin irritation
Toluene
CAS No. 108-88-3 EC No. 203-625-9 Index No. 601-021-00-3
Chemical group
Aromatische Kohlenwasserstoffe
Classification: hazard statements
H225 Highly flammable liquid and vapour
H361d Suspected of damaging the unborn child
H304 May be fatal if swallowed and enters airways
H336 May cause drowsiness or dizziness
H373 May cause damage to organs through prolonged or repeated exposure
H315 Causes skin irritation
Alternative Substances
Barium sulfate
CAS No. 7727-43-7 EC No. 231-784-4 Index No. 056-002-00-7
Chemical group
Bariumverbindungen; Sulfate
Classification: hazard statements
H332 Harmful if inhaled
H302 Harmful if swallowed
Quartz
CAS No. 14808-60-7 EC No. 238-878-4 Index No.
Chemical group
Siliciumdioxide
Other adverse effects
Der Stoff ist: ein 1 Karzinogen (IARC); wie der Datenbank der nach SUBSPORT-Kriterien gefährlichen Stoffe zu entnehmen ist.
Water
CAS No. 7732-18-5 EC No. 231-791-2 Index No.
Chemical group
Nichtmetalloxide
Reliability of information
Evidence of implementation: there is evidence that the solution was implemented and in use at time of publication
Reason substitution
CMR
Hazard Assessment
Titandioxid ist in der Datenbank der nach SUBSPORT gefährlichen Stoffe (SDSC) als ein Karzinogen Kat. 2B (IARC) enthalten. Xylol ist als gesundheitsschädlich bei Hautkontakt und Einatmen (H312 und H332) eingestuft, und verursacht Hautreizungen (H315). Toluol ist als reproduktionstoxischer Kat. 2 (H361d) eingestuft und weist andere toxische Wirkungen (H304, H225, H315, H373, H336) auf. Die alternativen Stoffe haben keine harmonisierte Einstufung. Quarzstaub wurde jedoch von IARC als Karzinogen Kat. 1 eingestuft und aus diesem Grund befindet er sich in der SDSC Datenbank. » Durchsuchen Sie die Datenbank der nach SUBSPORT-Kriterien gefährlichen Stoffe (SDSC)
Description of Substitution
Der Substitutionsprozess wurde in dem Unternehmen Metro Madrid durchgeführt. Das Unternehmen begann eine Reihe von Wartungsarbeiten an mehreren Standorten und suchte dabei nach einer beständigen Farbe, die die Häufigkeit der Instandhaltungsarbeiten reduziert.Die vom Unternehmen normalerweise verwendete Farbe war eine konventionelle Kunststofffarbe, die neben anderen Chemikalien Titandioxid (karzinogen), Xylol (neurotoxisch) und Toluol (fortpflanzungsgefährdend) enthielt. Die Unternehmensführung entschied, diese durch eine mineralische Farbe zu substituieren, deren Inhaltsstoffe Bariumsulfat, Quarz und Glimmer nicht gefährlich für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sind. Für diese Art von Farben wird Wasser als Lösungsmittel verwendet.Die Gefahr durch giftige Stoffe war einer der Gründe, die zur Substitution führten. Andere Gründe waren eine bessere Haltbarkeit und Farbechtheit der mineralischen Farbe, ein Faktor der die Häufigkeit der Instandhaltungsarbeiten reduzierte. Die mineralische Farbe hatte außerdem eine gute Haftung auf der Oberfläche (Wand) und bildete keine zusätzliche Schicht, wie im Fall der Kunststofffarbe. Beständigkeit und Wasserdurchlässigkeit waren besser, was Schimmel und Feuchtigkeit vorbeugte.Die Substitution wurde 2007 in Spanien umgesetzt und seitdem werden mineralische Farben verwendet.Description of procedure or technology (including pre-/post-processing)Way of application: e.g. spraying, dipping, open/closed system etc.Risk management measures (technical, organizational and personal)Risk reduction by alternative: Human health: e.g. more/less safety measures e.g. technical/operational/personal protection measuresSubstitution einer Gefahrstoff-basierten Farbe durch Einsatz einer Wasser-basierten mineralischen FarbeRisk reduction by alternative: Environment: e.g. waste reduced/increased
Case/substitution evaluation
SUBSPORTplus Kommentar Gesundheitsrisiken, die mit der substituierten Farbe verbunden sind, wurden maßgeblich reduziert. Die alternativen Stoffe habe keine harmonisierte Einstufung und die Farbe selbst ist wurde vom Hersteller nicht eingestuft. Da die alternative Farbe Quarz in flüssiger Form und nicht Quarzstaub (IARC Karzinogen Kat. 1) enthält, stellt sie zu eine angemessene Alternative dar. Advantage or Disadvantage of alternative
Aspect | Advantage/disadvantage to conventional process |
Technical requirements | Eine bessere Haltbarkeit und Farbechtheit der mineralischen Farbe, ein Faktor der die Häufigkeit der Instandhaltungsarbeiten reduzierte. Eine gute Haftung auf der Oberfläche (Wand) und Bildung keiner zusätzlichen Schicht, wie im Fall der Kunststofffarbe. Bessere Beständigkeit und Wasserdurchlässigkeit, was Schimmel und Feuchtigkeit vorbeugt. |
Implementation | |
Operational expenses | |
etc. |
Date and place of implementation
Deutschland
Availability ofAlternative
Erhältlich
Type of information supplier
Producer / distributor
Contact
Further information
Sicherheitsdatenblatt des Alternativprodukts KEIM SOLDALIT® https://www.keim.com/de-de/mineralische-produkte/fassadenfarben/soldalit/
Publication source: author, company, institute, year
National Allergy research Center Department of Dermato-Allergology
http://www.videncenterforallergi.dk/EN.html
Date, reviewed
February 27, 2020