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Initiative "Roadmap on Carcinogens" von BAuA und BMAS geleitet

Datum 4. Februar 2022

Weltkrebstag: Beschäftigte vor krebserregenden Stoffen am Arbeitsplatz schützen

Schätzungsweise 100.000 Menschen sterben jährlich in der Europäischen Union an den Folgen berufsbedingter Krebserkrankungen. Am heutigen Weltkrebstag machen die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf den Schutz von Beschäftigten vor krebserzeugenden Stoffen am Arbeitsplatz aufmerksam.

Krebs ist immer noch die häufigste Ursache berufsbedingter Todesfälle in der Europäischen Union. Der längst verbotene Asbest steht wegen der langen Latenzzeiten immer noch an erster Stelle, aber etwa 500 weitere chemische Stoffe sind inzwischen in der EU als krebserzeugend eingestuft oder stehen im Verdacht krebserzeugend zu sein. Die Risiken an Arbeitsplätzen können sehr unterschiedlich sein. Zum Schutz der Beschäftigten gibt es daher umfangreiche Regelungen im Arbeitsschutzrecht, beispielsweise Grenzwerte. Auch auf Grundlage der europäischen Chemikaliensicherheit existieren Regelungen, wie die verpflichtende Weitergabe von Informationen zu Gefährdungen im Sicherheitsdatenblatt und deren Kennzeichnung. Dennoch werden kanzerogene Stoffe und ihre Risiken in der Arbeitswelt häufig übersehen oder nicht ernst genug genommen.

Die gemeinsame europäische Initiative "Roadmap on Carcinogens" will das Bewusstsein für die Risiken durch krebserzeugende Stoffe stärken. Sie bietet als Plattform praxisnahe Lösungen für Arbeitgeber und Beschäftigte für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen an und fördert den Wissenstransfer zwischen Unternehmen, Arbeitsschutzorganisationen und den Mitgliedsstaaten. Bis 2024 leitet die BAuA gemeinsam mit dem BMAS diese gemeinschaftlich von Mitgliedsstaaten, EU-Kommission sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden getragene Initiative, um einen Beitrag zur Bekämpfung berufsbedingter Krebserkrankungen zu leisten.

Ergänzend gibt es in Deutschland verschiedene Aktivitäten zur Prävention von berufsbedingten Krebserkrankungen. Auch das Arbeitsprogramm der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) sowie der 14. Deutsche Gefahrstoffschutzpreis sind dem Thema "STOP dem Krebs am Arbeitsplatz" gewidmet.

Quelle: BAuA-Pressemitteilung vom 04. Februar 2022 Initiative "Roadmap on Carcinogens" von BAuA und BMAS geleitet

Weitere Informationen:

BMAS-Pressemitteilung vom 04. Februar 2022 Weltkrebstag 2022: Verhüten von Krebsrisiken am Arbeitsplatz

EU-OSHA-Highlight vom 04. Februar 2022 Arbeitsbedingte Krebserkrankungen stehen im Mittelpunkt des Weltkrebstages

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