UNEP: Liste von Schadstoffen, die im Bausektor verboten werden sollten

  • Datum 17. Juni 2021

Das UN-Umweltprogramm (United Nations Environment Programme, UNEP) hat im Mai 2021 einen Bericht mit dem Titel „Chemicals of Concern in the Building and Construction Sector" veröffentlicht. Der Bericht beschreibt die Herausforderungen, die bedenkliche Chemikalien beim Einsatz in Produkten für den Bau- und Konstruktionssektor darstellen. Diese Stoffe werden in großem Umfang in Dämmstoffen, Holz und Holzschutzmitteln, Farben und Beschichtungen sowie in Flammschutzmitteln verwendet. Darunter sind auch Stoffe, die längst verboten sind, die aber bis heute in die Umwelt gelangen. Dies liegt am langen Lebenszyklus von Gebäuden und Bauwerken. Deshalb können Stoffe, die in den 1960er- und 1970er-Jahren verbaut wurden, immer noch in die Umwelt gelangen, etwa beim Abriss.

Daher sehen die Autoren des Berichts besonders in der Baubranche Handlungsbedarf und weisen auf die Notwendigkeit einer zunehmenden Kreislaufwirtschaft im Bauwesen hin. Bei der Auswahl der bedenklichen Stoffe orientierten sie sich an den Inhalten des UNEP-Berichts Towards a Pollution-Free Planet“.

Die Autoren definieren drei Kategorien an Schadstoffen. 

  • Kategorie 1: Dies sind Schadstoffe, für die es bereits internationale Umweltabkommen wie die Stockholm- oder Rotterdam-Konvention gibt und die verboten sind.
  • Kategorie 2: Hierunter fallen Schadstoffe, die nachweislich gesundheits- und umweltschädlich sind, die aber noch nicht unter die oben genannten Konventionen fallen.
  • Kategorie 3: Schadstoffe, etwa potenziell endokrin wirksame Stoffe, für die der wissenschaftliche Nachweis aussteht. 

Quelle: https://www.kft.de/bausektor-unep-veroeffentlicht-liste-von-stoffen-die-verboten-werden-sollten/

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